Am Freitag war ich bei Delirious? in Mainz, wie ihr schon bei Mirko erfahren habt. Ich hab Delirious? schon ein paar mal gesehen. Und entgegen der Erwartungen der Zuschauer waren sie immer ne extreme Performance-Band, die ne gute Show spielen wollten, während das Publikum Anbetung wollte. Deswegen waren meine Erwartungen an das Konzert auch eher niedrig. Umso überraschter war ich von dem besten Konzert, das ich jemals von Delirious? gesehen habe. Musikalisch waren sie ja immer schon ne Wucht. Naja, bis auf den Drummer, der einfach nur prügelt, was mich bei meiner derzeitigen Begeisterung für komplexe Beats, derbe gelangweilt hat. Aber was wirklich bemerkenswert war, ist die neue (alte) Ausrichtung der Band auf Anbetung. Zum ersten Mal kam ich bei einem Konzert von ihnen in den Genuss der legendären spontaneous sections, wo sie am Ende eines Liedes einfach weiterspielen und das Publikum in tiefe Anbetung führen. Martin Smith betete und laß aus seiner Bibel vor.
Teile des Xpansionteams haben sich vor dem Konzert noch mit der Band und dem Manager getroffen, weil die Überlegung im Raum steht, im nächsten Jahr einen Lobpreisevent mit der Band auf die Beine zu stellen. In dem Treffen hat die Band erzählt, dass sie von Gott ein klares Wort hat, Teil eines Aufbruchs in Deutschland zu sein. Und dieses Bewusstsein hat man ihnen extrem abgespürt.
Sehr schade nur, dass viele Fans zu Hause blieben, weil die Karten mit über 20 Euro pro Stück extrem teuer waren. Es ist einfach immer wieder erschütternd, mit welchem Unvermögen und fehlendem Feingefühl manche Agenturen und Veranstalter arbeiten.
Das schreibt die Allgemeine Zeitung.
Ich bin Johannes Kleske, 29, Dipl. Media System Designer (FH) und lebe zurzeit in Karlsruhe. Ich arbeite als Konzepter bei Neue Digitale in Frankfurt. Mein Spezialgebiet ist Social Media. 

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