Zuviele offene Türen

Vor längerem habe ich hier geschrieben, dass ich mich in einem Denkprozess befinde, in dem es darum geht, was meine Stärken sind und wie ich die in Zukunft für meine Träume und Visionen einsetzen will.
Dieser Prozess scheint mir gerade auf dem Höhepunkt. Tausend Gedanken, Ideen und Möglichkeiten schwirren mir durch den Kopf. Und mein größtes Problem bei der ganzen Sache ist, dass es einfach zu viele Möglichkeiten gibt, zu viele offene Türen. Bisher habe ich noch nicht herausgefunden, welcher Weg mein Weg wird.
Im Moment sehe ich vier Hauptrichtungen:

  1. Der Design-Weg: Ich studiere derzeit MediaSystemDesign. Ich interessiere mich für Interface-Design und bin fasziniert von all den Dingen, die in diesem Bereich gerade passieren. Ich bin sicherlich nicht der kreativste, aber ich kann definitiv noch mehr als ich derzeit gemacht habe. Ich habe Talent im Fotografie-Bereich.
  2. Der Film-Weg: Diese Option ist noch recht frisch, obwohl Video-Produktion mich schon immer interessiert hat. Nicht unbedingt das kreative Handwerk, sondern mehr das Produzieren, Planen, Organisieren. In letzter Zeit ist viel passiert in Richtung dieses Wegs. Das Antisoap-Projekt hat mir viel Einblick gegeben. Ich mache derzeit einen Drehbuch-Kurs im Rahmen meines Hauptstudiums. Der Dozent, mit dem ich mich sehr gut verstehe, hat sich schon angeboten, mir einen Platz als Produktionsassistent in einer Filmproduktion nächsten Sommer zu besorgen.
  3. Der Berater-Weg: Hier liegen wohl meine größten Stärken: Beratung, Workshops machen, Leute unterstützen. Immer, wenn ich so was mache, bekomme ich massiv gutes Feedback.
  4. Der “geistliche” Weg: Vielleicht werde ich doch einfach “Pastor” von einer kleinen, abgefahrenen postmodernen Gemeinde mit Cafe und Kulturzentrum. Als ich im Sommer für ein paar Tage in Hamburg war, wurde ich gebeten, dort in der Jugend ein kurzes Grußwort zu sagen. Danach kam jemand auf mich zu und meinte, dass ich unbedingt Pastor werden sollte und er dann sofort in meine Gemeinde kommen würde. Und wenn so was öfter passiert, kommt man schon ins Nachdenken. Dieser Weg wird auch immer dann für mich aktuell, wenn ich den Eindruck bekomme, dass die anderen Wege Zeitverschwendung sind, wenn es um die Leben von Menschen geht, die Jesus noch nicht kennen.

Das sind die Türen, die offen vor mir sind. Worauf will ich mich konzentrieren? Will ich mich überhaupt konzentrieren? Bin ich nicht sowieso ein Generalist, der mit der Mischung aus den Wegen leben wird? Aber ist das zeit- und aufwandmäßig überhaupt möglich? Und hat Gott nicht gesagt, dass ich einfach warten soll und zusehen, was er macht?
Ich überlege dann mal weiter.

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