Gestern wurde ich gefragt, ob emerging churches (ECs) nicht dazu neigen, den Inhalt der Botschaft zu verw�ssern zu Gunsten der Relevanz. Hier meine Antwort:
Ich fasse f�r dich mal ein sehr gutes Buch zusammen (The Journey towards Relevance):
Es gibt da zwei Str�mungen. Die einen lieben Gott �ber alles. Sie achten sehr auf Heiligkeit und separieren sich deshalb lieber von der Welt, deswegen nennt man sie die Seperatisten.
Die andere Str�mung sind die, die die Menschen lieben. Ihr Herz ist riesig gro� f�r die verlorene Welt und deswegen versuchen sie durch Anpassung Fuss zu fassen und Beziehungen zu bauen. Sie werden Konformisten genannt.
Beide Seiten wissen ihre Haltung durch Bibelverse zu untermauern, schie�en aber gerne �ber’s Ziel hinaus.
Seperatisten neigen dazu, gesetzlich zu werden und jede Besch�ftigung mit der Welt als Hindernis auf dem Weg zu mehr Heiligkeit zu betrachten.
Konformisten biedern sich gerne so sehr bei der Welt an, dass sie den Biss verlieren und die Message verw�ssern. Dadurch werden sie grau und unscheinbar f�r die Welt, kurz irrelevant.
Die L�sung aus diesem Spannungsfeld ist die goldene Mitte. Um relevant zu sein, muss ich die richtige Mischung aus Gott lieben und Menschen lieben habe. Dann kann ich meine Umwelt transformieren.
Aus meiner Beobachtung heraus legen die meisten ECs extrem viel Wert auf Inhalt, sie vermitteln ihn nur komplett anders als es die meisten Gemeinden tun. Deswegen kann man schnell den Eindruck bekommen, dass der Inhalt verw�ssert wird. Das Ziel ist ja gerade, dass sich Menschen mit dem Glauben und seinen Inhalten auseinander setzen.
Ich sehe die Gefahr der Verw�sserung viel mehr bei “normalen” Gemeinde, die versuchen relevanter zu werden. Das Problem ist n�mlich, dass die Leute, die sie erreichen wollen, mit ihrer Form der Inhaltsvermittlung wenig anfangen k�nnen und deshalb wird hier mangels Ideen einfach gek�rzt.
Denn wo wird mehr vermittelt: In einem Jugendgottesdienst mit einer zehnmin�tigen Predigt, die nicht zu sehr anecken soll oder in einem Cafe, wo bis sp�t in die Nacht in einer offenen Runde intensiv �ber Glaubensfragen diskutiert wird.
Ich bin Johannes Kleske, 29, Dipl. Media System Designer (FH) und lebe zurzeit in Karlsruhe. Ich arbeite als Informationsarchitekt und Konzepter bei Neue Digitale in Frankfurt. Mein Spezialgebiet ist Social Media. 

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