Dieses jahr gab’s in meinem Umfeld nur eine Hochzeit. Also konnte ich meine ganze Konzentration auf diese richten. Und so habe ich mich um die Einladungskarten gek�mmert und ein Introvideo f�r die Hochzeit gedreht.
F�r die Einladung habe ich mir die Kamera von Andy ausgeliehen, weil die doch einiges mehr taugt als meine. Bis wir dann aber die Bilder tats�chlich im Kasten hatten mussten noch einige Anstrengungen �berwunden werden. Bei dem ersten Termin, den wir f�r das Shooting angesetzt hatten, hatte es �ber Nacht zehn Zentimeter geschneit. Nicht gerade der ideale Background f�r eine Einladungskarte f�r Ende Juli.

Beim n�chsten Termin sah das ganze schon viel besser aus und ich schoss rund 100 Fotos von den beiden. Leider wollte dann mein Importiertool nicht so ganz und hat alle Bilder gel�scht. Man, hab ich mich ge�rgert! Fotos sind schon irgendwie was besonders. Ein einmal geschossenes Foto bekommst du so nie wieder.
Naja, beim dritten Mal hat es dann wirklich geklappt und ich konnte mich mit einem Sack voller hochaufl�sender Bilder an die Entwicklung der Einladungskarte machen.

Auch das stellte sich als eine gewisse Herausforderung heraus, da es gar nicht so leicht ist, Christian zu einem entspannten, “coolen” Gesichtsausdruck zu bewegen und ihn dabei noch so zu erwischen, dass seine kleine Brille nicht irgendeinen Teil seiner Augen verdeckt.
Ich habe dann zwei Entw�rfe gemacht, aus denen die beiden ausw�hlen konnten. Ein ziemlich lustiger und ein etwas seri�serer. Hier die beiden Au�enseiten.


Nach stundenlanger Meditation �ber den Entw�rfen haben sich die beiden letztendlich auf den seri�sen Entwurf einigen k�nnen, nachdem Miri noch die Idee mit dem gelben Streifen hatte. Inzwischen wundere ich mich ein bisschen, dass sie den nicht in lila haben wollte…
Damit war die Einladung fertig und es ging an das Video. Christian und ich hatten gemeinsam die Idee, die beiden auf alt zu schminken und sie dann im Interview-Stil ihre Liebesgeschichte erz�hlen zu lassen. Christian hat eine Freundin, Steffi, in Giessen, die sowas ziemlich perfekt drauf hat und ihn schon hier und da mal zu �bungszwecken “umgestaltet” hatte.
Irgendwann im Mai bin ich dann mit meiner Kamera und Miri nach Giessen gefahren. Steffi hat Christian als erstes geschminkt und die Per�cke aufgesetzt. W�hrend sie dann Miri fertig machte, sind Christian und ich D�ner holen gegangen, was sehr lustig war, weil Christian augenblicklich in einen typischen Opagang verfallen ist.

Nach dem beide fertig waren inklusive Kost�men, haben wir sie in das Wohnzimmer von Christian’s WG gesetzt. Das passt vom Ambiente her n�mlich perfekt.
Eine Stunde Tape haben die beiden mir voll gelabert. Und der h�ufigste Satz war wohl “Das schneidest du aber raus.” Es war richtig schwer mal was romantisches aus den beiden raus zu bekommen, dazu sind sie einfach zu lustig. Die abschlie�ende Szene aus dem Video, wo sie ihn nach ihrem Kleid fragt, mussten wir f�nfmal drehen, weil immer wieder einer der beiden einen Witz riss oder das Gesicht verzog.
Geschnitten habe ich das ganze dann aus Zeitmangel erst zwei Tage vor der Trauung. Da das ganze m�glichst nahe an der f�nf Minuten Grenze sein sollte, musste ich Unmengen an witzigen Spr�chen l�schen. Aber so ist insgesamt ein sehr kurzweiliges und lustiges Video heraus gekommen, was, meiner Meinung nach, die beiden sehr gut wiederspiegelt.
Bei der Trauung selber war ich dann f�r die ganze Ton- und Videotechnik zust�ndig. Besonders dankbar bin ich den beiden Musikgruppen, die sehr p�nktlich zu ihren Soundchecks gekommen sind und so eine entspannte Vorbereitung erm�glichten. Insgesamt war das sicher eine sehr ungew�hnliche Trauung mit einem Video der beiden nach 75 Jahren Ehe zu Beginn und dem Ende von Shrek 1 als Auszugsmusik. Aber damit war es auch sicher eine Trauung, an die sich noch viele lange erinnern werden.
Bei der Abendfeier haben Andy und ich den beiden ein G�stebuch mit Bildern und Widmungen von allen G�sten geschenkt. Dazu habe ich zu Beginn der Feier von allen G�sten jeweils ein Bild geschossen, was mir sehr viel Spa� gemacht hat, weil ich endlich mal meine Fotografenseele rauslassen konnte. “Schaut mal so richtig doof. Ja, so bleiben. Gebt mir alles!” Danach haben wir die Bilder ausgedruckt und in ein Album geklebt. Jeder Gast konnte dann zu seinem Bild noch eine Widmung schreiben.
Insgesamt war das mal wieder eine sehr arbeitsaufwendige Hochzeit. Aber die beiden waren sind es allemal wert!