Archive for August, 2004

Relevantmagazine.com offline

Ok, nicht ganz. Aber es gibt ne Meldung, dass sie was �ndern. Vielleicht ist das ja der lang angek�ndigte Relaunch von relevantmagazine.com. Spannung!

Nachtrag: Leider doch nix neues! Da hei�t es weiter warten und sich bis dahin die Zeit mit den Massen an genialen Artikeln im Archiv von Relevant vertreiben.

Relevanz vs. Inhalt

Gestern wurde ich gefragt, ob emerging churches (ECs) nicht dazu neigen, den Inhalt der Botschaft zu verw�ssern zu Gunsten der Relevanz. Hier meine Antwort:

Ich fasse f�r dich mal ein sehr gutes Buch zusammen (The Journey towards Relevance):
Es gibt da zwei Str�mungen. Die einen lieben Gott �ber alles. Sie achten sehr auf Heiligkeit und separieren sich deshalb lieber von der Welt, deswegen nennt man sie die Seperatisten.
Die andere Str�mung sind die, die die Menschen lieben. Ihr Herz ist riesig gro� f�r die verlorene Welt und deswegen versuchen sie durch Anpassung Fuss zu fassen und Beziehungen zu bauen. Sie werden Konformisten genannt.
Beide Seiten wissen ihre Haltung durch Bibelverse zu untermauern, schie�en aber gerne �ber’s Ziel hinaus.
Seperatisten neigen dazu, gesetzlich zu werden und jede Besch�ftigung mit der Welt als Hindernis auf dem Weg zu mehr Heiligkeit zu betrachten.
Konformisten biedern sich gerne so sehr bei der Welt an, dass sie den Biss verlieren und die Message verw�ssern. Dadurch werden sie grau und unscheinbar f�r die Welt, kurz irrelevant.
Die L�sung aus diesem Spannungsfeld ist die goldene Mitte. Um relevant zu sein, muss ich die richtige Mischung aus Gott lieben und Menschen lieben habe. Dann kann ich meine Umwelt transformieren.

Aus meiner Beobachtung heraus legen die meisten ECs extrem viel Wert auf Inhalt, sie vermitteln ihn nur komplett anders als es die meisten Gemeinden tun. Deswegen kann man schnell den Eindruck bekommen, dass der Inhalt verw�ssert wird. Das Ziel ist ja gerade, dass sich Menschen mit dem Glauben und seinen Inhalten auseinander setzen.
Ich sehe die Gefahr der Verw�sserung viel mehr bei “normalen” Gemeinde, die versuchen relevanter zu werden. Das Problem ist n�mlich, dass die Leute, die sie erreichen wollen, mit ihrer Form der Inhaltsvermittlung wenig anfangen k�nnen und deshalb wird hier mangels Ideen einfach gek�rzt.
Denn wo wird mehr vermittelt: In einem Jugendgottesdienst mit einer zehnmin�tigen Predigt, die nicht zu sehr anecken soll oder in einem Cafe, wo bis sp�t in die Nacht in einer offenen Runde intensiv �ber Glaubensfragen diskutiert wird.

BILDblog

BILDblog: “Was heute in der ‘Bild’-Zeitung steht, steht morgen �berall. Vielleicht sollte man sich also mal genauer anschauen, was sie schreibt. Die kleinen Merkw�rdigkeiten und das gro�e Schlimme.”

frische Streetart-Styles aus Hamburg

Ich verweile mal wieder ein paar Tage in meiner Lieblings-City Hamburg und da sehe ich es nat�rlich als meine Pflicht, euch mit neuen Streetart-Bildern zu versorgen. Und so bin ich heute mit meinem Handy ins Schanzenviertel. Hier die Ergebnisse.

Markus L�gel startet Blog

So langsam kommt die deutsche Bloggerszene, was das Umfeld von Postmoderne und Gemeinde angeht, in Fahrt. Jetzt ist Markus L�gel mit seinem Blog am Start. Markus ist der deutsche Verantwortliche von 24-7prayer.

Mike �ber ‘lost in translation’

Mike Bischoff schreibt ein paar sehr interessante Gedanken �ber einen meiner Lieblingsfilme, der jetzt auf DVD erschienen ist, Lost in Translation.

Streetart aus Wiesbaden

Ein paar Entdeckungen aus Stra�en von Wiesbaden:

Bilder von Miri und Christian’s Hochzeit

Ich habe meine Online-Galerie neu eingerichtet und bei der Gelegenheit auch gleich ne Menge Bilder von der Hochzeit hinzugef�

Christian paintball players association

Die Ger�chte sind war:CPPA. Am besten finde ich den Wahlspruch: play hard, pray harder. =)

Sojourners: Interview mit Philip Yancey

Sojourners: “Philip Yancey interview - The popular evangelical author discusses America, Gandhi, sex, and death.”
F�nfmin�tiges Videointerview mit einem meiner absoluten Lieblingsautoren

Mike �ber das PoMo-Wochenende

Mike Bischoff berichtet in seinem Blog nicht nur �ber das vergangene Wochenende, sondern h�lt euch eine Bildergalerie bereit.

kubik Bilder 2

Hier noch ein paar Impressionen aus dem kubik Gottesdienst inkl. der Stationen, die sich an dem Thema von Kerstin Hack �ber die Wochenplanung anhand der Sch�pfungsgeschichte orientierten. An der ersten Station konnte man z.B. mit Knete kreativ werden.



Wochenplanung anhand der Sch�pfungsgeschichte

Kennst du das auch? Du bist st�ndig im Stress und versuchst tausend Dinge gleichzeitig erledigt zu bekommen. Dabei geraten dir immer wieder die wesentlichen Dinge aus dem Blickfeld und die Zeit rinnt dir durch die H�nde.

Kerstin Hack hat uns gerade in einem kurzen Input den Inhalt ihres neuen Buchs zusammengefasst, das demn�chst in ihrem Verlag erscheint.
In diesem Buch geht es darum, wie man seine Woche nach dem Vorbild Gottes und seiner “Arbeitswoche”, der Sch�pfung gestalten kann. Dazu gibt man jedem Tag einen Schwerpunkt angelehnt an das, was Gott an dem Tag gemacht hat.

F�r Montag ist das, etwas neues, kreatives zu schaffen. An diesem Tag hat Gott das Licht geschaffen und damit die Grundlage f�r alle anderen Dinge. Es war etwas ganz neues, nach einer langen Zeit der �de. So sollte der Montag von kreativer Arbeit gepr�gt sein.
Dienstags geht es um’s Planen. Gott hat am zweiten Tag das ganze Chaos, was vorher herrschte, geordnet. F�r uns kann damit der Dienstag zum Projektmanagement- und Organisationstag werden.
Am Freitag wurde es richtig bunt und laut mit all den Tieren. Dieser Tag dreht sich besonders um die Lebensfreude. Der perfekte Zeitpunkt f�r die lange Clubnacht.
Am 6. Tag schuff Gott den Menschen. Hier hat er es nicht bei seinem sch�pferischen Wort belassen, sondern hat selbst Hand angelegt, sich Zeit genommen und sich intensiv mit seinem neuen Gegen�ber besch�ftigt. Der Samstag ist der Tag, an dem wir unseren Freunden besonders viel Aufmerksamkeit widmen sollten. Gemeinsamer Spa� und tiefe Gespr�che stehen auf der Tagesordnung. Am 6. Tag hat Gott aber auch auf sein bisheriges Werk zur�ck geblickt und sich gelobt. Genauso k�nnen wir es auch halten.
Die anderen Tage lasse ich an dieser Stelle mal weg, damit noch genug Spannung bleibt und sich jeder das Buch kauft ;-) Ich bin jedenfalls supergespannt und werde das Konzept auf jeden Fall ausprobieren. Ein bisschen Ordnung kann ich gerade gut gebrauchen…

PoMo/EC-Diskussionen

Bisher war die Zeit hier in Karlsruhe super interessant. Wir haben viele Gedanken darin investiert, wie man die Ideen von emerging chuches in Deutschland bekannter machen und ein Bewusstsein f�r eine postmoderne Welt schaffen kann. Viele wichtige Punkte kamen dabei auf.
Z.B. halten sich viele Innovatoren aus Angst vor ihren Leitern zur�ck. Manchmal wird die Meinung des Leiters wichtiger als die Meinung Jesu genommen. Deswegen mag es so einige gute Ideen inzwischen auch in Deutschland geben, aber einfach zu wenige Leute, die den Mut haben, sie anzugehen. Kerstin hat uns erkl�rt, dass diese Problematik eine lange Tradition hat, die schon bei Martin Luther anf�ngt. Das k�nnte der Grund sein, warum Deutschland bei innovativen Ideen so massiv zur�ck h�ngt.
Gleich startet hier im Cafe der “Gottesdienst”, auf den ich sehr gespannt bin. Wird einiges mit verschiedenen Stationen geben, die man in der Anbetungszeit anlaufen kann.

Zwischendurch habe ich noch Kerstin’s Blog neu gemacht.

Bilder aus dem kubik Cafe

Ein paar Impressionen aus dem Cafe von kubik entertainment. Derbe Arbeitsstimmung featuring Mark Reichmann, Kerstin Hack und Mike Bischoff.





@Karlsruhe

Hab’s nach ettlichen Monaten endlich nach Karlsruhe zu kubik geschafft. Wollte schon immer mal meinen alten Kumpel Mark und seine Gemeinde besuchen. Und nun hat es sich ergeben, dass wir uns bei ihm hier in den Cafer�umen der Gemeinde mit ein paar anderen, sehr interessanten Leuten treffen, um uns erstmal in reallife kennenzulernen und dann dar�ber nachzudenken, wie man die Gedanken von Postmoderne und emerging churches mehr in Deutschland zu etablieren. Bin super gespannt, was die Zeit hier bringt. Dank WLAN werde ich hier h�ufiger mal posten k�nnen.

Mercedes-Benz Mixed Tape

Mercedes-Benz Mixed Tape - Wieder mal eine von vielen M�glichkeiten gute Musik kostenlos und legal im Netz zu bekommen.

finetunes bietet Independent-Labels zum Download-Kauf

finetunes.net bietet das, was der iTMS im Moment noch schmerzlich vermissen l�sst, Independent-Labels. Dazu haben die Jungs eine eigene Software f�r Windows, Mac und Linux entwickelt und bieten die meisten Songs v�llig frei von DRM-Einschr�nkungen an. Daf�r kosten die meisten Songs 1,40 Euro. Mal sehen, was draus wird.

Mein Beitrag zu Miri und Christian’s Hochzeit

Dieses jahr gab’s in meinem Umfeld nur eine Hochzeit. Also konnte ich meine ganze Konzentration auf diese richten. Und so habe ich mich um die Einladungskarten gek�mmert und ein Introvideo f�r die Hochzeit gedreht.
F�r die Einladung habe ich mir die Kamera von Andy ausgeliehen, weil die doch einiges mehr taugt als meine. Bis wir dann aber die Bilder tats�chlich im Kasten hatten mussten noch einige Anstrengungen �berwunden werden. Bei dem ersten Termin, den wir f�r das Shooting angesetzt hatten, hatte es �ber Nacht zehn Zentimeter geschneit. Nicht gerade der ideale Background f�r eine Einladungskarte f�r Ende Juli.

Beim n�chsten Termin sah das ganze schon viel besser aus und ich schoss rund 100 Fotos von den beiden. Leider wollte dann mein Importiertool nicht so ganz und hat alle Bilder gel�scht. Man, hab ich mich ge�rgert! Fotos sind schon irgendwie was besonders. Ein einmal geschossenes Foto bekommst du so nie wieder.
Naja, beim dritten Mal hat es dann wirklich geklappt und ich konnte mich mit einem Sack voller hochaufl�sender Bilder an die Entwicklung der Einladungskarte machen.

Auch das stellte sich als eine gewisse Herausforderung heraus, da es gar nicht so leicht ist, Christian zu einem entspannten, “coolen” Gesichtsausdruck zu bewegen und ihn dabei noch so zu erwischen, dass seine kleine Brille nicht irgendeinen Teil seiner Augen verdeckt.
Ich habe dann zwei Entw�rfe gemacht, aus denen die beiden ausw�hlen konnten. Ein ziemlich lustiger und ein etwas seri�serer. Hier die beiden Au�enseiten.


Nach stundenlanger Meditation �ber den Entw�rfen haben sich die beiden letztendlich auf den seri�sen Entwurf einigen k�nnen, nachdem Miri noch die Idee mit dem gelben Streifen hatte. Inzwischen wundere ich mich ein bisschen, dass sie den nicht in lila haben wollte…

Damit war die Einladung fertig und es ging an das Video. Christian und ich hatten gemeinsam die Idee, die beiden auf alt zu schminken und sie dann im Interview-Stil ihre Liebesgeschichte erz�hlen zu lassen. Christian hat eine Freundin, Steffi, in Giessen, die sowas ziemlich perfekt drauf hat und ihn schon hier und da mal zu �bungszwecken “umgestaltet” hatte.
Irgendwann im Mai bin ich dann mit meiner Kamera und Miri nach Giessen gefahren. Steffi hat Christian als erstes geschminkt und die Per�cke aufgesetzt. W�hrend sie dann Miri fertig machte, sind Christian und ich D�ner holen gegangen, was sehr lustig war, weil Christian augenblicklich in einen typischen Opagang verfallen ist.

Nach dem beide fertig waren inklusive Kost�men, haben wir sie in das Wohnzimmer von Christian’s WG gesetzt. Das passt vom Ambiente her n�mlich perfekt.
Eine Stunde Tape haben die beiden mir voll gelabert. Und der h�ufigste Satz war wohl “Das schneidest du aber raus.” Es war richtig schwer mal was romantisches aus den beiden raus zu bekommen, dazu sind sie einfach zu lustig. Die abschlie�ende Szene aus dem Video, wo sie ihn nach ihrem Kleid fragt, mussten wir f�nfmal drehen, weil immer wieder einer der beiden einen Witz riss oder das Gesicht verzog.
Geschnitten habe ich das ganze dann aus Zeitmangel erst zwei Tage vor der Trauung. Da das ganze m�glichst nahe an der f�nf Minuten Grenze sein sollte, musste ich Unmengen an witzigen Spr�chen l�schen. Aber so ist insgesamt ein sehr kurzweiliges und lustiges Video heraus gekommen, was, meiner Meinung nach, die beiden sehr gut wiederspiegelt.

Bei der Trauung selber war ich dann f�r die ganze Ton- und Videotechnik zust�ndig. Besonders dankbar bin ich den beiden Musikgruppen, die sehr p�nktlich zu ihren Soundchecks gekommen sind und so eine entspannte Vorbereitung erm�glichten. Insgesamt war das sicher eine sehr ungew�hnliche Trauung mit einem Video der beiden nach 75 Jahren Ehe zu Beginn und dem Ende von Shrek 1 als Auszugsmusik. Aber damit war es auch sicher eine Trauung, an die sich noch viele lange erinnern werden.
Bei der Abendfeier haben Andy und ich den beiden ein G�stebuch mit Bildern und Widmungen von allen G�sten geschenkt. Dazu habe ich zu Beginn der Feier von allen G�sten jeweils ein Bild geschossen, was mir sehr viel Spa� gemacht hat, weil ich endlich mal meine Fotografenseele rauslassen konnte. “Schaut mal so richtig doof. Ja, so bleiben. Gebt mir alles!” Danach haben wir die Bilder ausgedruckt und in ein Album geklebt. Jeder Gast konnte dann zu seinem Bild noch eine Widmung schreiben.

Insgesamt war das mal wieder eine sehr arbeitsaufwendige Hochzeit. Aber die beiden waren sind es allemal wert!

Auf geht’s !

Ich habe mich entschlossen, ein Experiment zu wagen. Ich nehme jeden, der daran interessiert ist, in meine Gedanken und die Entwicklung von tautoko mit hinein. Jeder hat die Möglichkeit, Kommentare abzugeben und somit zu tautoko beizutragen. Mal sehen, wo uns das am Ende hin führt.