p.o.d. Konzert

Meine Ohren sind sich immer noch am erholen von diesem supergenialen Konzert. Der Background bestand, soweit ich das erkennen kann, darin, dass Viva Konzertaufnahmen zur Promotion des neuen Albums braucht und deshalb dieser Gig nur mit Freikarten in einer winzigen Location veranstaltet wurde. Die Location war traumhaft. Ein Raum mit vielleicht 40m Breite und 15m L?nge, eine winzige B?hne und einem Balkon vom oberen Deck auf der Cap San Diego im Hamburger Hafen. Das ganze war so klein, dass ich, der wie immer beim Mischpult stand, noch fast von dem Wassser abbekommen habe, das Sonny aus seinen Wasserflaschen verteilt hat.
Das Konzert ging ca. 50 Minuten, was wohl auch im Interesse der Fans lag, denn viel l?nger h?tten die meisten wohl nicht durchgehalten, so intensiv, wie das vor der B?hne zu ging. Sie haben alle Hits gespielt plus einige Tracks vom neuen Album ‘payable on death‘, das am 3. November erscheint.
Vor der winzigen B?hne waren Absperrungsgitter aufgebaut, die vor allem dazu dienten, dass Sonny sich noch weiter ins Publikum lehnen konnte. Und das tat er von der ersten bis zur letzten Minute. Hab noch nie jemanden gesehen, der so intensiv den Kontakt zum Publikum sucht und soviel positive Energie ausstrahlt wie er. Das hat die ganze Stimmung masgeblich beeinflusst, die bei solchen Heavy-Konzerten ja auch eher mal umschlagen kann.

Mich hat bei diesem Konzert vor allem eines bewegt. Um es mit Faithless zu sagen “This is my church.” So k?nnten die Gottesdienste meiner Generation aussehen, wenn man uns mal lassen w?rde. Jeder wei?, dass p.o.d. Christen sind. Trotzdem war der Raum voll mit Leuten, die diese Beziehung zu Gott nicht teilen, aber die von dieser positiven Energie, die p.o.d. r?berbringen, angesprochen sind. Ein Haufen von Leuten, die du niemals in einer unserer Gemeinden sehen wirst.

Ich bin dar?ber wieder neu ins Nachdenken ?ber unsere Angst vor jugendrelevanten Gemeinde bzw. Jugendkirchen gekommen. Das Hauptargument ist immer die Gesamtgemeinde und das Miteinander der Generationen. Ich kann das gut nachvollziehen, weil in meiner Gemeinde das wirklich ganz nett ist. Aber die Frage ist doch die “Was ist uns wichtiger, ein nettes Zusammensein von ein paar Gemeindekindern und ?lteren oder abertausende Jugendliche, die in die H?lle gehen?” Ich habe h?ufig den Eindruck, dass dieses Argument der Gesamtgemeinde mehr eine Ausrede aus Angst vor dem Ungewissen und dem Risiko einer Arbeit, die rausgeht und vielleicht nicht in das Stilschema der Gemeinde passt, ist.

Ich will ja gar nicht, dass sich alle Gemeinde aufl?sen und es nur noch kleine Subkulturgemeinden gibt. Ich w?nsche mir einfach nur Leute, die sagen “Wir wollen, dass Jugendliche gerettet werden, die niemals eine Standardgemeinde betreten w?rden. Hier habt ihr Geld, unsere Gebete und unsere Liebe. Geht raus und ver?ndert was!”

0 Kommentare für “p.o.d. Konzert”


  1. Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar