Monthly Archive for Juni, 2003

Willst du wissen, wie du auf einen Schlag mehr Zeit bekommen kannst? Schmei� einfach die Flatrate raus, so dass du nicht mehr st�ndig im Internet bist. Meine Erfahrung zeigt, dass man dadurch massiv Zeit gewinnt. Die Verbindung von meinem Zimmer zum Switch in der K�che ist diese Woche kaputt gegangen. D.h. dass ich jetzt immer mit meinem Powerbook in die K�che gehen muss, wenn ich ins Internet will. Und so habe ich jede Menge Zeit, weil ich nicht mehr so viel Zeit im Internet verschwende.

Zurzeit geht es mir nicht so gut. Ich f�hle mich k�rperlich richtig schlapp. Das kommt zum einen vom Heuschnupfen und zum anderen bin ich ja auch nicht gerade schlank und mache kaum Sport. Dadurch bin ich st�ndig m�de, h�ufig auch sehr antriebslos und muss auch immer mehr mit Konzentrationsproblemen k�mpfen.
Ich hatte mich ja mal vor einem Jahr im Fitnessstudio angemeldet. Das habe ich dann aus verschiedenen Gr�nden wieder sein lassen. Zum einen war der Weg sehr umst�ndlich, da nur mit dem Fahrrard zu erreichen und ne viertel Stunde Fahrradfahren im Winter ist wirklich nicht prickelnd. Zum anderen wird man doch sehr k�rper-orientiert. Man checkt st�ndig nur, ob man schon irgendwie Fett verloren und Muskelmasse zugenommen hat. Und das will ich nicht.
Ich will Sport machen, um mein K�rpergef�hl zu verbessern und nicht st�ndig so m�de zu sein. Hab dann mit Waldl�ufen angefangen, was hier bei mir echt gut geht. Aber leider ist das mit Heuschnupfen auch nicht so toll. Deswegen bin ich weiterhin auf der Suche nach einer vern�nftigen M�glichkeit f�r regelm��igen Sport und einen Weg, meine Antriebslosigkeit zum Sportmachen zu �berwinden.

Auch gef�hlsm��ig geht’s mir nicht so gut. Im Moment ist viel Stress da, dadurch, dass ich ein Projekt f�r’s Fraunhofer fertig machen muss. Auch im Projekt im Studium l�uft’s sehr schleppend. Wir sind in der letzte Phase und k�nnen die Arbeitsschritte nicht so richtig fassen. Wir wissen, was am Ende herauskommen muss, wissen aber nicht genau, wie wir dahin kommen. Au�erdem wird fast alles im Team gemacht, was zur Folge hat, dass man kaum die Wochenenden nutzen kann.
Auch finanziel sieht’s im Moment nicht so gut aus, was zur Folge hat, dass ich kaum mit Leuten weggehen kann, was mir im Moment das wichtigste ist, da mir das Kraft gibt.

Ich bin froh, wenn der Juli rum und das alles vorbei ist. Dann kann ich mich auf mein Praktikum freuen. Und jetzt freu ich mich einfach, dass das mit Sam so genial geklappt hat.

So, mein Bruder sitzt im Flugzeug und ich kann mich entspannen. Gott hat sich wirklich nicht lumpen lassen und ihm heute noch den letzten Rest Geld, den er noch brauchte, geschenkt. Heftig.

Sehr cooler Werbesport von Honda.

Das Wochenende hat mich emotional echt ausgepowert. Das Problem meines Bruders mit dem Geld f�r seine J�ngerschaftsschule nimmt mich echt mit. Von Samstag auf Sonntag konnte ich kaum schlafen. Nach der Abschiedsparty f�r Sam hat er noch bei mir gepennt und wir haben �ber dieses Problem gesprochen. Ich war sehr aufgew�hlt. Davon war auch der Gottesdienst am Sonntag gepr�gt.
Ich mag meinen Bruder wirklich sehr. Wir haben 16 Jahre auf 10 qm zusammen gewohnt und da muss man gut miteinander klar kommen oder man wird wahnsinnig. Au�erdem weckt so ein ‘gro�er Bruder/kleiner Bruder’-Ding auch sowas wie einen Besch�tzerinstinkt in mir. Dazu kommt, dass er den entscheidenden Vorteil in der Sache hat, er kennt das Reden Gottes zu seinem Herzen in dieser Sache. Ich glaube einfach nur, dass es das coolste f�r ihn ist, diese Schule zu machen. Deshalb habe ich wohl weit weniger Glauben als er.
Und so bin ich, wie er wohl auch, einfach nur froh, wenn diese Woche rum und klar ist, ob er die jetzt noch fehlenden 1500 Euro zusammen bekommen hat, oder nicht. Es ist halt wirklich noch so sehr viel Geld und er fliegt schon in weniger als 24 Stunden. Aber Gott hat im Gottesdienst gestern deutlich gesprochen und das l�sst meinen Glauben langsam wachsen, auch wenn menschlich wohl kaum noch was m�glich ist. Aber so geht der Erfolg dann wirklich voll auf Gottes Konto.

Mein Bruder Sam lehrt mich gerade eine wichtige Lektion dar�ber, wie Glauben funktioniert. Und er wei� es wahrscheinlich nicht mal.
F�r die, die es noch nicht wissen, mein Bruder fliegt n�chste Woche nach Neuseeland, um dort bei Jugend mit einer Mission eine Snowboard-J�ngerschaftsschule zu machen. Absolut sein Dinge, glaube wirklich, dass das perfekt f�r ihn ist. Allerdings hat er sich erst daf�r entschieden, als er schon am Zivi machen war und bei den Zivigeh�ltern hatte er gar keine Chance das viele Geld, was er f�r die Schule braucht, rechtzeitig zusammen zu bekommen. Auch jetzt fehlt ihm immer noch ein dicker Batzen und n�chste Woche geht es schon los.
Ich h�tte l�ngst aufgegeben. Ich h�tte gesagt, dass es wohl im moment nicht f�r mich dran ist und es auf n�chstes Jahr verschoben (in der Zeit das Geld zusammen verdient). Aber mein Bruder glaubt fest daran (auch wenn ihm das manchmal sicherlich schwer f�llt), dass es Gottes Wille ist, dass er diese Schule macht. Und deshalb zieht er das durch. Vielleicht ist er in einem Monat wieder da, weil das Geld doch nicht gekommen ist. Dann werde ich trotzdem stolz auf ihn sein, weil er nicht aufgegeben und trotz aller Umst�nde auf Gott vertraut hat.
Ich habe in den letzten Monaten gelernt, dass es nicht darauf ankommt, dass scheinbar alles nach Plan funktioniert und du daran Gottes Gegenwart erkennen kannst. Es geht einfach nur darum zu leben und zu wissen, dass Gott da ist, immer. Auch wenn alles schief geht und nichts funktioniert.

Relevant hat heute den besten Artikel �ber den Umgang als Christ mit homosexuellen Freunden ver�ffentlicht, den ich jemals gelesen habe. Dieses Thema hat mich schon sehr lange besch�ftigt, weil ich nie etwas zufriedenstellendes von Christen dazu geh�rt habe. Und nun hat es Relevant mal wieder geschafft, einen weiteren Artikel zu schreiben, der mir eine weitere Grundlage f�r mein Leben schafft. Amazing!

Hier ein sehr sch�ner Artikel zu dem Thema “Jesus ist Postmodern - unsere Gemeindekrisen sind es auch” von Kerstin Hack von Down to Earth. Postmoderne ist leider noch viel zu selten ein Thema in den Gemeinden in Deutschland. Wie es in anderen L�ndern aussieht, k�nnt ihr bei den Links sehen.

Benetton liebt es mal wieder krass: Colors Magazin #56

Ich habe das erste Video geschnitten, das ich mit meiner neuen Kamera gedreht habe. Ein dreimin�tiger Film zu unserem Campusfest MaiStern. Das ganze ist das Werk von vier Stunden Arbeit. Hab deutlich gemerkt, dass mir noch die Erfahrung beim Filmen fehlt. Vieles ist einfach ziemlich verwackelt. Aber das wird schon. Hier die Links zum Ansehen: DSL-Version, Modem-Version