Mai 23rd, 2003


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Mai 03

Eines der h?ufigsten Argumente gegen Jugendkirchen ist das Fehlen der anderen Generationen. Gerade in meiner Gemeinde wird viel auf das Zusammen der verschiedenen Generationen Wert gelegt. Man k?nnte nicht ohne die anderen und h?tte soviel von einander zu lernen. Wir verstehen uns auch alle ganz gut.
Allerdings frage ich mir zurzeit, ob das nicht alles nur sch?ne Theorie ist. Die sagt, dass die Alten sich um die Jungen k?mmern, sie begleiten und herausfordern soll. Aber passiert ist das nur sehr wenig.

F?r mich bedeutet eine Gemeinde der Generationen zurzeit vor allem eins, Kompromisse. Sei es nun Lautst?rke, Qualit?t oder Inhalt des Lobpreis, die L?nge und Art der Predigt oder das zwingende Ende des Gottesdienst zu einer bestimmten Zeit, damit die Familien auch rechtzeitig zuhause sind, ich als junger Erwachsener muss st?ndig Kompromisse zugunsten anderer Generationen machen. Und ich habe nicht das Gef?hl, dass Kompromisse zugunsten meiner Generation gemacht werden.

Wie w?r’s denn mal mit ein paar Instrumentalparts oder Liedtexte mit Bezug zu unserem Leben im Lobpreis oder ein bisschen mehr Kreativit?t oder interaktive Predigten oder das Abendmahl FEIERN oder einer Uhrzeit f?r den Gottesdienstbeginn, die junge Erwachsene nicht vereinsamen l?sst (“Kommst du noch mit in’ Club?”, “Nee, ich will morgen fr?h in Gottesdienst.”)?

Trotzdem bin ich froh, in dieser Gemeinde zu sein, denn es k?nnte alles noch viel schlimmer sein. Und sie haben uns als Teenies immer gut ertragen. Aber nur weil wir jetzt ?lter sind, hei?t das nicht, dass wir jetzt wie die anderen sind.