Mai, 2003


30
Mai 03

Wie ich so Tage wie gestern hasse! Man nimmt sich vor, mal richtig was f?r’s Studium zu tun und den freien Tag ausgiebig zu nutzen. Und dann schaltet man morgens beim Fr?hst?ck den Fernseher ein und bleibt dort h?ngen. Den Rest des Tages schafft man es ab und zu mal sich von dem Kasten los zu rei?en und maximal ein paar Seiten in einem Buch zu lesen. Aber dann kommt sp?testens um 20:15 wieder ein toller Film, den man sehen muss (auch wenn man ihn schon dreimal gesehen hat) und das war’s dann mit dem Tag.
Meine Antriebslosigkeit bei sowas, mal den Arsch hochzukriegen, wenn’s gilt, was zu schaffen, kotzt mich echt an. Dabei sind das nicht mal sachen, die keinen Spa? machen, im Gegenteil. Wie soll das blo? werden, wenn ich mal eine Agentur zu leiten habe…


29
Mai 03

Was f?r ein Tag, gestern. Zuerst habe ich mich morgens mit Christian getroffen, um auf dem Dieburger Marktplatz zu fr?hst?cken. War richtig angenehm, gutes Essen, gutes Gespr?ch. Muss sowas einfach ?fter machen.
Ab Mittags war dann unser Campusfest MaiStern. War ganz nett. Hab ein bisschen gefilmt und werde daraus ein kleines Video schneiden.
Abends hat sich der ganze JesusPlanet dann im Hause des Pastors (der gerade in Mallorca weilt) getroffen und ordentlich gegrillt und gesoffen. War mal wieder ein klasse Abend mit Freunden.
Allerdings ist mir mal wieder aufgefallen, wie schwer ich mich mit Unterhaltungen tue. Entweder ich bin zu sch?chtern um jemanden anzureden oder mir f?llt kein Gespr?chsthema ein.
Wenigstens hat mein Spaghetti-Salat allen geschmeckt ;-)


28
Mai 03

Waren gestern noch mit ein paar Leuten nach’m Hauskreis in der neuen Wohnung von Olli und Sophia, die im Sommer heiraten. Was ne geile Wohnung f?r sowenig Geld. Dann haben wir uns ?berlegt, wie genial es w?re, wenn Sam und ich die Wohnung nebenan h?tten und man so fast gemeinsam leben k?nnte. Traumhaft. Werden mal daf?r beten. Mal sehen, was Gott sich dazu denkt ;-)


26
Mai 03

Nach meinem letzten Eintrag hier hat Gott sich wahrscheinlich gedacht “Don’t mess with my girl!” und so lag die Betonung beim Gottesdienst gestern extrem auf Generationen. Der Gottesdienstleiter Matthias hat noch mal zum Ausdruck gebracht, wie wichtig das Miteinander der Generationen ist und wie sehr wir einander brauchen. Mein Bruder Sam hat dann ?ber seine Entscheidung, eine J?ngerschaftsschule zu machen, gesprochen und die ganze Gemeinde hat f?r ihn gebetet.
In der Predigt ging es dann um Kinder. Auch wenn es das Lebensthema von Marion, der Predigerin, ist, so reagiere ich doch immer irgendwie alergisch, wenn man Dinge so einseitig darstellt. Trotzdem hat sie sehr viele gute und wichtige und teilweise auch sehr krasse Dinge gesagt. Stimmt schon, dass ich sehr schnell v?llig frustriert w?re, wenn mein Pastor jeden Sonntag auf die B?hne kommen w?rde und uns eine nette biblische Geschichte erz?hlen w?rde, die ich schon hundert mal geh?rt habe und nach einem kurzen Gebet wieder gehen w?rde. Warum sieht dann der Kindergottesdienst so aus?

Christian und Miri, zwei tolle Menschen aus meiner Jugendgruppe, haben sich heute verlobt. Ich habe dabei meine Videokamera eingeweiht. Es war ziemlich chaotisch, hat aber alles trotzdem noch super geklappt.
Denn Abend haben wir dann mal wieder in alter Tradition mit ein paar Leuten im Element 5 verbracht. Hierbei ein Gru? an Astrid, eine treue Leserin meines Blogs (und die einzige ;-) .


23
Mai 03

Eines der h?ufigsten Argumente gegen Jugendkirchen ist das Fehlen der anderen Generationen. Gerade in meiner Gemeinde wird viel auf das Zusammen der verschiedenen Generationen Wert gelegt. Man k?nnte nicht ohne die anderen und h?tte soviel von einander zu lernen. Wir verstehen uns auch alle ganz gut.
Allerdings frage ich mir zurzeit, ob das nicht alles nur sch?ne Theorie ist. Die sagt, dass die Alten sich um die Jungen k?mmern, sie begleiten und herausfordern soll. Aber passiert ist das nur sehr wenig.

F?r mich bedeutet eine Gemeinde der Generationen zurzeit vor allem eins, Kompromisse. Sei es nun Lautst?rke, Qualit?t oder Inhalt des Lobpreis, die L?nge und Art der Predigt oder das zwingende Ende des Gottesdienst zu einer bestimmten Zeit, damit die Familien auch rechtzeitig zuhause sind, ich als junger Erwachsener muss st?ndig Kompromisse zugunsten anderer Generationen machen. Und ich habe nicht das Gef?hl, dass Kompromisse zugunsten meiner Generation gemacht werden.

Wie w?r’s denn mal mit ein paar Instrumentalparts oder Liedtexte mit Bezug zu unserem Leben im Lobpreis oder ein bisschen mehr Kreativit?t oder interaktive Predigten oder das Abendmahl FEIERN oder einer Uhrzeit f?r den Gottesdienstbeginn, die junge Erwachsene nicht vereinsamen l?sst (“Kommst du noch mit in’ Club?”, “Nee, ich will morgen fr?h in Gottesdienst.”)?

Trotzdem bin ich froh, in dieser Gemeinde zu sein, denn es k?nnte alles noch viel schlimmer sein. Und sie haben uns als Teenies immer gut ertragen. Aber nur weil wir jetzt ?lter sind, hei?t das nicht, dass wir jetzt wie die anderen sind.