Archive for Mai, 2003

Wie ich so Tage wie gestern hasse! Man nimmt sich vor, mal richtig was f�r’s Studium zu tun und den freien Tag ausgiebig zu nutzen. Und dann schaltet man morgens beim Fr�hst�ck den Fernseher ein und bleibt dort h�ngen. Den Rest des Tages schafft man es ab und zu mal sich von dem Kasten los zu rei�en und maximal ein paar Seiten in einem Buch zu lesen. Aber dann kommt sp�testens um 20:15 wieder ein toller Film, den man sehen muss (auch wenn man ihn schon dreimal gesehen hat) und das war’s dann mit dem Tag.
Meine Antriebslosigkeit bei sowas, mal den Arsch hochzukriegen, wenn’s gilt, was zu schaffen, kotzt mich echt an. Dabei sind das nicht mal sachen, die keinen Spa� machen, im Gegenteil. Wie soll das blo� werden, wenn ich mal eine Agentur zu leiten habe…

Was f�r ein Tag, gestern. Zuerst habe ich mich morgens mit Christian getroffen, um auf dem Dieburger Marktplatz zu fr�hst�cken. War richtig angenehm, gutes Essen, gutes Gespr�ch. Muss sowas einfach �fter machen.
Ab Mittags war dann unser Campusfest MaiStern. War ganz nett. Hab ein bisschen gefilmt und werde daraus ein kleines Video schneiden.
Abends hat sich der ganze JesusPlanet dann im Hause des Pastors (der gerade in Mallorca weilt) getroffen und ordentlich gegrillt und gesoffen. War mal wieder ein klasse Abend mit Freunden.
Allerdings ist mir mal wieder aufgefallen, wie schwer ich mich mit Unterhaltungen tue. Entweder ich bin zu sch�chtern um jemanden anzureden oder mir f�llt kein Gespr�chsthema ein.
Wenigstens hat mein Spaghetti-Salat allen geschmeckt ;-)

Waren gestern noch mit ein paar Leuten nach’m Hauskreis in der neuen Wohnung von Olli und Sophia, die im Sommer heiraten. Was ne geile Wohnung f�r sowenig Geld. Dann haben wir uns �berlegt, wie genial es w�re, wenn Sam und ich die Wohnung nebenan h�tten und man so fast gemeinsam leben k�nnte. Traumhaft. Werden mal daf�r beten. Mal sehen, was Gott sich dazu denkt ;-)

Nach meinem letzten Eintrag hier hat Gott sich wahrscheinlich gedacht “Don’t mess with my girl!” und so lag die Betonung beim Gottesdienst gestern extrem auf Generationen. Der Gottesdienstleiter Matthias hat noch mal zum Ausdruck gebracht, wie wichtig das Miteinander der Generationen ist und wie sehr wir einander brauchen. Mein Bruder Sam hat dann �ber seine Entscheidung, eine J�ngerschaftsschule zu machen, gesprochen und die ganze Gemeinde hat f�r ihn gebetet.
In der Predigt ging es dann um Kinder. Auch wenn es das Lebensthema von Marion, der Predigerin, ist, so reagiere ich doch immer irgendwie alergisch, wenn man Dinge so einseitig darstellt. Trotzdem hat sie sehr viele gute und wichtige und teilweise auch sehr krasse Dinge gesagt. Stimmt schon, dass ich sehr schnell v�llig frustriert w�re, wenn mein Pastor jeden Sonntag auf die B�hne kommen w�rde und uns eine nette biblische Geschichte erz�hlen w�rde, die ich schon hundert mal geh�rt habe und nach einem kurzen Gebet wieder gehen w�rde. Warum sieht dann der Kindergottesdienst so aus?

Christian und Miri, zwei tolle Menschen aus meiner Jugendgruppe, haben sich heute verlobt. Ich habe dabei meine Videokamera eingeweiht. Es war ziemlich chaotisch, hat aber alles trotzdem noch super geklappt.
Denn Abend haben wir dann mal wieder in alter Tradition mit ein paar Leuten im Element 5 verbracht. Hierbei ein Gru� an Astrid, eine treue Leserin meines Blogs (und die einzige ;-).

Eines der h�ufigsten Argumente gegen Jugendkirchen ist das Fehlen der anderen Generationen. Gerade in meiner Gemeinde wird viel auf das Zusammen der verschiedenen Generationen Wert gelegt. Man k�nnte nicht ohne die anderen und h�tte soviel von einander zu lernen. Wir verstehen uns auch alle ganz gut.
Allerdings frage ich mir zurzeit, ob das nicht alles nur sch�ne Theorie ist. Die sagt, dass die Alten sich um die Jungen k�mmern, sie begleiten und herausfordern soll. Aber passiert ist das nur sehr wenig.

F�r mich bedeutet eine Gemeinde der Generationen zurzeit vor allem eins, Kompromisse. Sei es nun Lautst�rke, Qualit�t oder Inhalt des Lobpreis, die L�nge und Art der Predigt oder das zwingende Ende des Gottesdienst zu einer bestimmten Zeit, damit die Familien auch rechtzeitig zuhause sind, ich als junger Erwachsener muss st�ndig Kompromisse zugunsten anderer Generationen machen. Und ich habe nicht das Gef�hl, dass Kompromisse zugunsten meiner Generation gemacht werden.

Wie w�r’s denn mal mit ein paar Instrumentalparts oder Liedtexte mit Bezug zu unserem Leben im Lobpreis oder ein bisschen mehr Kreativit�t oder interaktive Predigten oder das Abendmahl FEIERN oder einer Uhrzeit f�r den Gottesdienstbeginn, die junge Erwachsene nicht vereinsamen l�sst (”Kommst du noch mit in’ Club?”, “Nee, ich will morgen fr�h in Gottesdienst.”)?

Trotzdem bin ich froh, in dieser Gemeinde zu sein, denn es k�nnte alles noch viel schlimmer sein. Und sie haben uns als Teenies immer gut ertragen. Aber nur weil wir jetzt �lter sind, hei�t das nicht, dass wir jetzt wie die anderen sind.

Schon mal dar�ber nachgedacht, dass Kirchenr�ume nicht zwingend mit B�nken oder Stuhlreihen gef�llt werden m�ssen? Hier ein paar Anst�sse:
Link 1
Link 2
Link 3

Mir geht’s richtig gut! Ich habe eine Stelle f�r mein Praxissemester, ich habe meine erste Videokamera, die zweite Dokumentation f�r mein Semesterprojekt ist fertig und Gott mag mich.

Im Moment arbeite ich haupts�chlich an der Fertigstellung der n�chsten Dokumentation f�r mein Semesterprojekt, wo am Sonntag mittag Abgabe ist. Gestern habe ich mir aber eine Auszeit genommen als ich h�rte, dass Uwe Sch�fer bei einem “Jesus erleben”-Abend bei mir in der Gemeinde predigt.
Eigentlich halte ich ja nicht viel davon geistlichen Heavies nachzurennen, aber Uwe Sch�fer… Er ist wohl mit meinem Pastor Hartmut Knorr zusammen der genialste Prediger, den ich so kenne.
Und so unterbrach ich meine Arbeit und fuhr nach Darmstadt zum Gottesdienst. Die Lobpreiszeit wurde von Siggi Koch geleitet, was bedeutet, dass er sehr lebendig und meist qualitativ sehr gut ist. Allerdings tue ich mich zurzeit mit dem Standardlobpreis, wie er in unseren Gemeinden praktiziert wird, etwas schwer. Die Musik und die Art ist meist soweit von dem Weg, wie ich lebe und was meine Art ist. Die Texte der Lieder, die bei uns gesungen werden, dr�cken nur selten das aus, was ich f�hle. Z.B. das Lied “Wenn der K�nig kommt”. Was hat das f�r mich f�r eine Bedeutung, wenn alles toll ist, weil der K�nig kommt. Heutzutage haben K�nige meist nur noch eine repr�sentative Aufgabe in ihrem Land. Die wichtigen Entscheidungen werden von anderen getroffen. Zur Zeit der Bibel sah das ganz anders aus und deswegen hatte es f�r die Leute damals eine ganz andere Bedeutung, wenn sie von Jesus als dem K�nig sprachen. Wieso m�ssen wir dann heute noch so sprechen, wie damals. Hab dazu gerade einen tollen Satz im aktuellen Relevant Magazine gelesen: “Relevance: Using what is cultural to say what is timeless.” That’s it!
Zum Gl�ck hat Siggi auch ein paar Lieder gebracht, die wesentlich mehr das ausdr�ckten, was ich empfinde.

Von der Predigt von Uwe Sch�fer war ich etwas entt�uscht f�r mich pers�nlich. Die Predigt war absolut gut. Aber sie drehte sich darum, dass es das wichtigste ist, Gott zu lieben und dass seine Liebe das Entscheidende in unserem Leben ist. Dieses Thema war das wichtigste in meinem Leben in den letzten zwei Jahren und so bekam ich nicht gerade eine Offenbarung an diesem Abend. War sicherlich trotzdem gut, dass er so gepredigt hat, denn wenn ich mir �berlege, wie gut es mir geht seit dem ich in dieser Beziehung zu Gott lebe, kann ich es anderen nur w�nschen, dass sie das selbe erleben.

Was mir mal wieder aufgefallen ist, wie sehr in unseren Gemeinden die Ehe glorifiziert wird und wie Schei�e man sich als Single dabei vorkommt. Gerade beim Thema “Gottes Liebe” kommt das immer sehr krass raus. Da fallen dann so S�tze wie “Wir kennen das ja alle aus der Ehe.” �h, nein, und ich hoffe, man kann das auch verstehen, wenn man nicht verheiratet ist. Ehe mag ja ne tolle Sache sein, sehe ich ja auch an den frischen Ehen um mich rum.
Aber in der Welt l�uft der Trend ganz anders. Da ist es keinesfallls so, dass man mit 30 auf jeden Fall unter der Haube ist oder verzweifelt sucht. Die meisten kommen aus kaputten und geschiedenen Ehen und wollen sich nicht zu leichtfertig in eine solche geben. Und die Gemeinde verpasst diese Entwicklung komplett. Wenn so ein Endzwanziger in unsere Gemeinden kommt und Anschluss sucht, findet er meist nur noch junge Paare in seinem Alter, die gerade auf dem Weg zum ersten oder zweiten Kind sind und komplett andere Interessen haben als er. Alle anderen sind meist l�ngst abgefallen. Wenn ich mir �berlege, wieviel Singles zwischen 25 und 30 es in unserer Gemeinde gibt… Da wird eine Generation komplett vergessen. Wobei das bei unserer Gemeinde auch etwas mit der Gemeindegeschichte zu tun hat, dass soviele nicht mehr da sind. Aber was ist mit denen, die neu kommen w�rden?
Ich w�rde mir w�nschen, dass in meiner Gemeinde man als Single sich nicht immer als unvollst�ndiger Mensch f�hlt, wenn es zum Thema Ehe kommt. Man h�lt immer Paulus Anweisungen zur Ehe hoch. Aber warum wird seine Aussage, dass man am besten Single bleibt, immer unter den Teppich gekehrt. Angst?

Ich genie�e im Moment mein Single-Dasein in vollen Z�gen. So kann ich wunderbar an meiner Vision und der Umsetzung arbeiten ohne R�cksicht zu nehmen oder Kompromisse eingehen zu m�ssen. Ich kann mit einfach so entscheiden f�r ein halbes Jahr nach Hamburg zu gehen. Ich habe mich entschieden, den Weg zu verfolgen, denn Gott mir gezeigt hat. Wenn er irgendwann auf die Idee kommt, das mit einer Frau zu durchkreuzen, aber hallo, dann werde ich nicht n� sagen.
Es gibt einen Trend in der Gesellschaft der twentysomethings. Der nennt sich “Urban Family”. Was das ist sieht man am besten an Fernsehserien wie ‘friends’ oder ‘Sex and the city’. In sehr enger Kreis von Freunden wird zur Familie und f�llt die Sehns�chte in diesem Bereich. Daran will ich gerne arbeiten, mir einen engen Freundeskreis aufzubauen. Leute, mit denen ich zusammen leben und wachsen kann.

Endlich, nach all den Jahren, in denen ich mir eine w�nschte, mir aber keine leisten konnte, hab ich nun eine, eine Videokamera! Das Baby h�rt auf den Namen JVC DX-55E und ist schnucklig klein.

Wie es dazu kommt, dass ich mir pl�tzlich eine Kamera kaufen kann? Nun, eigentlich wollte ich diesen Sommer endlich meinen F�hrerschein machen. Ich hatte auch endlich das Geld daf�r zusammen. Nun werde ich ja aber nach Hamburg gehen. Und es ist nicht wirklich sinnvoll in einem Monat seinen F�hrerschein zu machen (noch mit dem Druck ihn bis zum Ende des Monats schaffen zu m�ssen) und dann ein halbes Jahr kein Auto zu fahren. Deswegen habe ich die Aktion auf’s Fr�hjahr 2004 verlegt. Und nun habe ich die H�lfte des F�hrerscheingeldes f�r die Kamera verwendet und mir so einen lang gehegten Traum erf�llt.

Demn�chst also mehr Videos von mir.

Ist irgendwie schon traurig, aus der Gro�stadt Hamburg ins Kaff Dieburg zur�ck zu kehren. Aber diesmal wei� ich, dass es nur noch f�r 3,5 Monate ist. Denn ich werde aller Vorraussicht nach in Hamburg mein Praxissemester verbringen. Das Gespr�ch mit David lief klasse und ich habe deutlich gemerkt, warum Gott mich dort haben will. Ich denke, ich kann in der Agentur viel f�r meine eigene lernen. Jetzt h�ngt das ganze nur noch von einer erfolgreichen Zimmersuche ab. Aber da mache ich mir keine gro�en Sorgen, weil Gott sich ja schon bisher so krass hinter diese Aktion gestellt hat.

Auch der Rest des Wochenendes war weitestgehend klasse. Ich bin einfach ein Gro�stadtmensch. Hamburg hat an diesem Wochenende seinen 814. Hafengeburtstag gefeiert und unsere Jugendherberge lag mittendrin. In der ersten Nacht hatten wir ein Drei-Bett-Zimmer mit Blick auf den Hafen. Leider mussten wir dann umziehen in ein Acht-Bett-Zimmer mit Blick auf B�sche. Die Jugendherberge war dann auch das einzige, was nicht so toll war.
Ansonsten haben wir eine Hafenrundfahrt gemacht, die uns wegen der (grauenvollen) Witze des Sprechers wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Wir sind im Stadtteil Blankenese am Ufer entlang spaziert und haben die Innenstadt unsicher gemacht.

Highlight war f�r mich, als wir am Samstagabend vom Essen in Altona kamen und bei St. Pauli ans Ufer gelaufen sind, um von dort zum Hafengeburtstag zur�ck zu laufen und dabei die Partys der Subkulturen in Hamburg entdeckten, die dort in einem eher heruntergekommen Teil ein Soundsystem neben dem anderen aufgestellt hatten und sich einen Dreck um das Schickimicki-Bes�ufnis des offiziellen Hafengeburtstags k�mmerten. Das ist halt Gro�stadtleben.

Ich habe es sehr genossen mit den beiden Jungs das eine oder andere Bier zu genie�en und dabei �ber alle m�glichen Themen zu philosophieren. Das wird bestimmt nicht unser letzter St�dtetrip gewesen sein.

Ein paar Impressionen findet ihr hier.

Heute geht’s los. Erst noch die Campusvollversammlung in der FH, dann das Treffen mit den Projektbetreuern meines Semesterprojekts und um zwei geht’s dann endlich los in Richtung Hamburg.
Das wird ein geniales Wochenende mit Andy und Christian zusammen. Wir werden in einer Jugendherberge direkt am Hafen wohnen, wo an diesem Wochenende der Hafengeburtstag gefeiert wird.
Ich werde versuchen, jeden Abend per Handy und Powerbook ein paar Eindr�cke des Tages hier festzuhalten.

Hab heute gleich zwei Pakete von Relevant bekommen. Jetzt habe ich alle neuen Buchreleases der letzten Zeit sowie die beiden Relevantmagazine. Alles absoluter Topstuff. Mehr dazu demn�chst, wenn ich mich eingelesen habe.

Da bisher alle Klausuren gut gelaufen sind, sieht es ganz gut aus, was mein Vordiplom betrifft. Deshalb werde ich wohl im n�chsten Semester in mein Praxissemester gehen. Das bedeutet 20 Wochen in einer Firma an einem Projekt arbeiten.
Schon vor �ber einem Jahr hatte ich mir �berlegt, zu diesme Zweck nach Hamburg zu gehen. Denn dort hat der Bruder meines Jugendleiters Siegfried, David, eine Agentur.

In der Zwischenzeit war ich von dieser Idee aber wieder weggekommen, weil ich doch relativ stark bei Xpansion eingespannt bin und der Aufwand doch auch recht gro� w�re.
Aber ich denke, dass Gott in der letzten Woche zu mir gesprochen hat, und so verfolge ich wieder diesen Plan, jetzt noch mehr, weil ich den Eindruck habe, dass es das ist, was Gott will.

Dieses Wochenende (Donnerstag - Sonntag) werde ich mit zwei Freunden nach Hamburg fahren. Dabei werde ich mich unter anderem auch mit David treffen und mir alles genau ansehen. Je mehr ich dar�ber nachdenke, umso mehr Lust habe ich, das ganze anzugehen.
So ein Break, mal aus allem raus, ist immer eine gute Sache.

Das Treffen mit den anderen Christen von meinem Campus war echt klasse. Wir waren zu f�nft und haben uns erstmal ausgetauscht, was jeder so erwartet und wo wir hinwollen. Wir haben uns nun darauf geeinigt, uns einmal die Woche zum Beten zu treffen. Wir wollen uns erstmal genauer kennenlernen und dann sehen, wie es weitergeht. Wir haben leider das kleine Problem, dass die meisten von uns n�chstes Semester in ein Praxissemester gehen. Trotzdem wollen wir die Zeit nicht einfach so verstreichen lassen.
Ich denke, dass das richtig klasse wird, weil es alles tolle Leute sind, mit denen man viel Spa� haben kann, wo aber, denke ich, auch der Tiefgang stimmt. Bin gespannt, wie das gemeinsame Gebet uns connecten wird.

Am Samstag ist die zweite Ausgabe des RELEVANT Magazine bei mir eingetroffen. Endlich! Und das Magazin ist so genial, wie ich es erwartet habe. Sauberes, aktuelles Design und Artikel, die auf der einen Seite eine Bandbreite abdecken, die kein anderes christliches Magazin auch nur ansatzweise streift, und auf der anderen Seite einen Tiefgang haben, wie man ihn von den Artikeln der Website gew�hnt ist.
Die Artikel von Relevant haben im vergangenen Jahr den gr��ten Einfluss auf mich gehabt, mehr als meine Gemeinde, mein Pastor und meine Hauszelle (und das ist schon sehr schwer zu toppen). Einfach, weil sie es irgendwie schaffen, immer genau die Themen anzugehen, die mich gerade bewegen und das in einer ausgeglichenen Art, die unvergleichbar ist. Ich kann jedem Twentysomething nur empfehlen so h�ufig wie m�glich bei Relevant vorbeizuschauen.

Heute abend treffen sich zum ersten mal ein paar Christen, die eins gemeinsam haben, sie studieren alle am Campus Dieburg der FH Darmstadt. Bin sehr gespannt, wie das wird.

Gestern war ich mal wieder bei der HolySpiritNight, die diesmal in der BGG in Stuttgart stattfand. Ich war haupts�chlich hingefahren, um ein paar Leute mal wieder zu treffen, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Ich kenne durch die More-of-God-Camps mehr Christen in der Region als hier im Rhein-Main-Gebiet ;-)

Wer in der letzten Monaten mit mir bei einer christlichen Veranstaltung war, wei�, dass ich zurzeit ziemlich kritisch bin bei allem, was da so passiert. Ich wei� auch nicht so genau, wo das herkommt. Wahrscheinlich irgendwie so ne Phase, durch die mich Gott schickt. Ich versuche aber mehr denn je meine Kritik f�r mich zu behalten, um nicht st�ndig eine negative Stimmung um mich herum zu verbreiten.

Leider hat mich an der Veranstaltung gestern auch mehr gest�rt als gefreut. Ich war ja fr�her viel auf solchen Events und hadere gerade auch etwas mit dieser Vergangenheit. Und diese HolySpiritNight war genauso wie die fr�heren. Massiv emotional und puschend, aber kaum konkret und auf das Alltagsleben bezogen. Es ist toll, wenn man dazu aufruft, mal wieder ganze Sache mit Jesus zu machen. Ich war selber bei x-Aufrufen dieser Art vorne. Du gehst danach nach Hause und denkst “Jetzt wird alles anders.” Aber du weist nicht, wie “ganze Hingabe” und “radikales Leben f�r Jesus” im Alltag eigentlich konkret funktioniert. Und deswegen ist nach wenigen Tagen die Luft wieder raus und du wartest auf das n�chste gro�e Event, um den n�chsten Kick zu bekommen. Und ich kreide das massiv den Leitern dieser Events und dieser Generation an. Ihr habt uns st�ndig was von “berufene Generation” und Radikalit�t erz�hlt, aber ihr habt uns immer allein gelasssen, wenn’s um den Alltag ging. Eine Vision stirbt, wenn sie nicht umgesetzt werden kann.

Ich habe daraus gelernt, mich im Glauben mehr auf Beziehungen als auf Events zu konzentieren. Denn meine Freunde in meiner Gemeinde und besonders meiner Hauszelle sind diejenigen, die mich am besten kennen und wissen, was in mir vorgeht. Gemeinsam k�nnen wir konstant wachsen und n�her zu Gott kommen. Deswegen fahre ich auch kaum noch zu solchen Events oder Kongressen. Denn dort gibt es immer nur ein paar Stunden oder Tage ein tolles Hochgef�hl. Aber die Landung danach im Alltag ist meistens sehr hart.

Ich will aber auch noch ein paar positive Sachen �ber die HSN sagen. Es war erstmal richtig nice, in den Raum zu kommen und von Drum’n Bass begr��t zu werden.
Sehr gut haben mir auch die Vereinten Kr�fte gefallen, eine Hiphop-Crew, die den Opener gemacht haben. Die Jungs und, oho, das M�del, sind alle noch relativ jung, es war aber zu keiner Zeit peinlich (wie es bei jungen, christlichen Hiphops schnell wird). Sie haben ihre Hausaufgaben was die Performance angeht absolut gemacht. Weiter so.

Auch der Lobpreis hat mir gut gefallen. Das haupts�chlich aus Frauen bestehende Team war musikalisch sehr gut und verstand es auch eine Atmosph�re der Anbetung zu schaffen. �ber die charismatischen Endloswiederholungen mancher Passagen sehen wir da mal wohlwollend hinweg.

Die n�chste HSN ist in Altensteig. Das w�rde mich nochmal reizen, obwohl ich doch deutlich gemerkt habe, dass ich einfach zu alt f�r solche Events bin (oder finden auch Teenies den Slogan ‘Foll V�tt’ nur peinlich?). Aber in Altensteig sind Klaus-Peter Fo�hag und sein Team zust�ndig, die ich schon sehr lange kenne und die meistens eine sehr ausgewogene, sanfte und tiefgehende Art der Gottesdienstgestaltung hatten. Mal sehen.