Archive for April, 2003

Ich versuche doch mal was �ber das letzte Wochenende zu schreiben. Mein Ostern war von lustigen Videos bestimmt, die ich f�r einen Jugendgottesdienst gefilmt und an diesem Wochenende geschnitten habe. Zu sehen sind sie auf der Website. Am Ostersonntag war ich daheim und habe mit der ganzen Familie den Geburtstag meines Vaters gefeiert. Am Abend habe ich mir mit meinem Bruder eine Extreme Sport Video Session gegeben. Zuerst haben wir uns Extreme Ops, einen Snowboardspielfilm angesehen. Danach war Blue Crush dran, ein Surferspielfilm. Abgeschlossen wurde der Abend mit Dogtown and Z-Boys, eine Dokumentation �ber die Anf�nge des modernen Skateboardings. Am Ostermontag hat mich mein Vater im Studentenwohnheim besucht. War toll mal wieder so ein Gespr�ch von Mann zu Mann ;-)

Was f�r mich an diesem Wochenende aber wirklich wichtig war, waren die Gedankenprozesse, die in mir abliefen und die Entscheidungen, die daraus entstanden sind.
Schon seit l�ngerem kotzt mich die Art an, wie ich mein Leben lebe oder vielmehr leben lasse. Ich konsumiere viel zu viel und lasse Dinge wie Fernsehen passiv auf mich einwirken und einlullen. Anstatt was f�r’s Studium zu tun, h�nge ich lieber vor der Kiste. Anstatt mich um die Dinge zu k�mmern, die mir wirklich Befriedigung bringen, vert�ndele ich meine Zeit. Das ist sch�dlich f�r mein Studium, meine Berufung und mein ganzes Leben.

Deshalb habe ich mir ein paar Leits�tze gesetzt, nach denen ich mich richten m�chte:
T�te Mittelm��igkeit, lebe bewusst und aktiv, Beziehungen sind der Mittelpunkt.

Das hat f�r mich auch schon zu ganz praktischen Entscheidungen gef�hrt. So habe ich mich am Wochenende endlich entschieden Vegetarier zu werden. Diese Entscheidung habe ich schon lange mit mir rumgeschleppt. Nun habe ich sie gef�llt und das vor allem, weil f�r mich die Hauptgr�nde es nicht zu tun Bequemlichkeit und Genuss sind. Und wenn die Angaben der Vegetarierlobby �ber Tierhaltung usw. nur ansatzweise stimmen, dann sind die Gr�nde f�r’s Vegetarier werden um etliches gewichtiger, zumindest f�r mich pers�nlich.
Au�erdem spielt da auch der Gedanke der bewussteren Ern�hrung eine gro�e Rolle. Genauso wie Sport. Ich kann noch ewig davon tr�umen irgendwann mal fit zum skaten, snowboarden oder surfen zu sein. Oder ich kann endlich anfangen, wieder ordentlich Sport zu machen und mein K�rpergef�hl zu verbessern. Und so beginne ich nun jeden zweiten Tag mit einem (erstmal kleinen) Waldlauf (Gott sei dank ist der Wald bei mir vor der Haust�r).
Und so m�chte ich nach und nach die verschiedenen Bereiche meines Lebens angehen und �berpr�fen, wo ich einfach nur passiv bin und mich von Umst�nden oder anderen leben lasse.

Der Fokus bleibt dabei in erster Linie auf meiner Beziehung zu Gott und zu den Menschen um mich herum. Beziehungen sind schon seit l�ngerem f�r mich der zentrale Begriff meines Glaubens. Es geht nicht um Religion, sondern um Beziehung zu Jesus, genauso wie Christsein nicht allein funktioniert.

Dieser Text gibt nur sehr grob wieder, was bei mir an Gedankeng�ngen in der letzten Zeit gelaufen ist. Aber so hast du zumindest einen gewissen Eindruck, was mich besch�ftigt.

War gestern mit ein paar Leuten aus meiner Gemeinde Kartfahren. D.h. ich bin nicht mitgefahren, sondern habe Bilder gemacht und die gibt’s hier zu sehen.

Gestern haben wir die erfolgreiche erste Phase unseren Projekts mit einem klasse Essen gefeiert. Dazu hat jeder was gekocht oder gebacken oder einfach nur gemacht und dann haben wir alles zusammengetragen und es gemeinsam verspeist.

Am Wochenende war ich nach langer Zeit mal wieder bei meinen Eltern zuhause. Bin in letzter Zeit etwas selten dazu gekommen. War sch�n, mal wieder ausf�hrlich zu diskutieren ;-)

Es ist geschafft! Das Recherchebooklet ist fertig, endlich! 146 Seiten, gesetzt, Korrektur gelesen und alle Druckerprobleme �berwunden. Wir haben’s geschafft und nun hat uns der Alltag wieder :-)

War heute mal wieder im Fraunhofer in der Hoffnung, dass meine Chefin mal wieder da ist. Sie war die letzten Wochen krank und bei mir haben sich die Stunden aufgestaut. Aber heute war sie nicht nur wieder da. Was noch viel besser ist, sie hat mir mein eigenes Projekt gegeben.
Ich darf jetzt komplett allein ein Seminar zum Thema ‘Bild- und Videokomprimierung f�r’s Web’ ausarbeiten und dann auch durchf�hren. Auf so eine Aufgabe habe ich lange gewartet und jetzt freue ich mich richtig drauf.

Ansonsten ist dieses Wochenende der Fertigstellung des Booklets zur Recherchephase meines aktuellen Studienprojekts gewidmet. Zwischendurch gibt’s noch ein Xpansion-Team-Meeting. Aber am Dienstag wird das Booklet abgegeben und dann darf erstmal wieder der Alltag Einzug halten. Und wenn mein Projektmanagement funktioniert, dann wird es auch nicht so schnell wieder raus m�ssen.

Schreib jetzt doch nochmal ein paar Worte zu dem Xpansion Event am letzten Samstag. Im R�ckblick war der ganze Event sehr gemischt. Viele Dinge, wie z.B. meine Beameranimationen und die Beats sind richtig gut gelaufen. Andere Dinge sind so schlecht gelaufen, dass sie das ganze Event beeinflusst haben. Das sind so Fehler, die man nie mehr macht. Und deshalb sind sie ja auch gut. Trotzdem sind sie in der Situation, wo sie passieren, extrem beschissen.
Aber im Endeffekt haben sich mindestens drei Leute f�r Jesus entschieden und viele Sch�ler wieder neu die Schule als das Umfeld entdeckt, in das Jesus sie berufen hat, Einfluss zu nehmen. Und das z�hlt am Ende des Tages.

Das n�chste Event kommt in drei Monaten und vieles wird anders werden. Da bin ich mir sicher. Wir werden alle Punkte des Events durch die Vision checken und es wird alles noch mehr der Einheit dienen.